Karneval in Düsseldorf

Neben dem Kölner Karneval ist auch der Düsseldorfer Karneval nicht nur im Rheingebiet bekannt. In Düsseldorf wird auch die „5.Jahreszeit“ groß gefeiert. Der Höhepunkt ist hier, wie beim Kölner Karneval der Rosenmontag. Der Düsseldorfer Rosenmontagzug ist einer der größten Karnevalzüge in Deutschland. Der Rosenmontagzug wird jedes Jahr im Fernsehen übertragen.
In Düsseldorf rufen die Menschen zur Karnevalszeit nicht Alaaf, sondern Helau. Der Düsseldorfer Karneval lässt sich bis in das Jahr 1833 zurückführen. Bei einem Maskenspiel auf dem Burgplatz entstand der Ausruf Helau.
Auch in Düsseldorf fällt der Startschuss von der „5. Jahreszeit“ am 11.11. um 11:11 Uhr. Zu dieser Zeit erwacht der Hoppeditz. Der Hoppeditz ist ein Düsseldorfer Erzschelm. Die Eröffnungsrede vom Hoppeditz ist bissig und lustig. Der Oberbürgermeister von Düsseldorf kontert meistens mit sehr viel Ironie bei der Eröffnungsrede.
Nach der Eröffnungsrede verwandelt sich die Stadt Düsseldorf in ein Meer voller kostümierter Menschen. Die Altstadt von Düsseldorf wird auch als „die längste Theke der Welt“ bezeichnet und dies wird am 11.11. unter Beweis gestellt. Es gibt kaum eine Kneipe in der nicht Karnevalsmusik gespielt und gemeinsam gesungen, geschunkelt und gefeiert wird.
Der Straßenkarneval in Düsseldorf wird auf Altweiberfastnacht (ein Donnerstag) eröffnet. Die Eröffnung findet um 11:11 Uhr statt. Die „alten Möhnen“ stürmen an diesem Tag das Rathaus und nehmen den Bürgermeister gefangen. Für einen Tag regieren die „alten Möhnen“ die Stadt. Neben dem gefangen nehmen vom Bürgermeister wird auch der Marktplatz von den Möhnen besetzt. An diesem Tag ziehen die Frauen in ihren Kostümen durch die Straßen und schneiden den Männern die Krawatten ab. Auf Altweiberfastnacht wird in den Straßen und Kneipen von Düsseldorf bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.
Am Karnevalssamstag findet seid 1995 der Tuntenlauf auf der Düsseldorfer Königsallee statt. Der Tuntenlauf beginnt um 18:00 Uhr ist ein Highlight im Düsseldorfer Karneval. Die Männer treten bei diesem Wettlauf in Frauenkleidung auf und dies meistens mit sehr hohen Absätzen. Bei dem Tuntenlauf müssen die Teilnehmer so manche Hindernisse überwinden. Wer viel Haut zeigt und dann noch sehr hohe Schuhe trägt hat gute Chancen nach dem Tuntenlauf gekürt zu werden. Dieser Lauf findet auch bei schlechtem Wetter statt.
Am Tulpensonntag gibt es ein weiteres Highlight im Düsseldorfer Karneval. An diesem Tag findet das Tonnenrennen in Niederkassel statt. Bei diesem Rennen laufen die Jecken oder auch Nicht-Jecken mit einer Schubkarre in der Hand um die Wette. Auf der Schubkarre befindet sich eine Tonne. Neben dem Tonnenrennen finden am Tulpensonntag auch verschiedene Karnevalszüge statt. Bei den Karnevalszügen haben alle Familienmitglieder ihren Spaß.
Auf der Königsallee in Düsseldorf wird auch am Tulpensonntag kräftig gefeiert. Ab 11:00 Uhr ziehen große und kleine Truppen über die Kö um sich und ihre Kostüme den Zuschauern zu präsentieren. Überall ist an diesem Tag Karnevalsmusik zu hören. Neben Essbuden gibt es auch Verkleidungsstände.
Seid 2006 findet am Tulpensonntag auch ein Kinder-Karnevalszug statt. Hier ziehen die Großen und die Kleinen gemeinsam in ihren Kostümen durch die Straßen.
Der Rosenmontag ist in Düsseldorf der höchste Tag im Karneval. An diesem Tag startet einer der größten Karnevalszüge in Deutschland. Der Zugweg ist ca. 6,5 Kilometer lang und es werden im Schnitt 40 Tonnen Kamelle geworfen. Über 5.000 Menschen begleiten diesen Zug als Fußvolk. Neben dem Fußvolk begleiten über 70 Festwagen den Rosenmontagszug. Tausende von Zuschauern säumen die Straßen und alle feiern gemeinsam in ihren Kostümen den Straßenkarneval.
Der Düsseldorfer Karneval endet am Aschermittwoch. An diesem Tag wird der Hoppeditz zu Grabe getragen. Nach dieser „Trauerfeier“ gehen die meisten gemeinsam zum Fisch essen.